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Halle für den A400M

Die 2016 fertiggestellte Halle für den A400M verbindet höchste technische Präzision mit architektonischem Anspruch. Ihre markante, skulpturale Form leitet sich direkt aus der Geometrie des Flugzeugs ab und macht sie zu einer weithin sichtbaren Landmarke mit einzigartiger Ausstrahlung.


Die Gebäudekubatur leitet sich unmittelbar aus den spezifischen Anforderungen des Luftfahrzeugs A400M sowie den komplexen betrieblichen Abläufen ab. Die Dimensionen der Halle folgen konsequent der Geometrie des Flugzeugs, insbesondere der markanten Höhe des Leitwerks, und definieren so einen klar proportionierten, funktional determinierten Baukörper. Ergänzt wird dieser durch den zweigeschossigen Funktionsanbau, der als kompakter, klar gegliederter Baukörper die dienenden Nutzungen aufnimmt und sich bewusst von der großmaßstäblichen Hallenstruktur absetzt.
In der Gesamtwirkung entsteht ein Ensemble aus einem prägnanten, weithin sichtbaren Hallenvolumen und einem differenziert ausgebildeten Nebenbau. Die klare Trennung von Haupt- und Nebenfunktionen spiegelt sich in der Ablesbarkeit der Baukörper wider und unterstützt die Orientierung sowie die funktionale Organisation. Gleichzeitig formuliert die Halle durch ihre Größe und Lage eine neue räumliche Präsenz innerhalb des Flugplatzes und tritt als identitätsstiftendes Element in Erscheinung, das die technische Nutzung mit einem eigenständigen architektonischen Ausdruck verbindet.
Die Tragwerkskonzeption der Halle folgt einer klar auf Funktion und Spannweite ausgerichteten Strukturidee. Die großformatige Hallenkonstruktion wird als Stahltragwerk aus torsionssteifen Doppel-Fachwerkrahmen entwickelt, die die wesentlichen Lasten über die Torbereiche aufnehmen und in das Gesamtsystem einleiten. Zwischen diesen Rahmen spannen Fachwerkbinder über die gesamte Hallenlänge, die gemeinsam mit sekundären Tragelementen eine effiziente Lastabtragung der Dach- und Fassadenlasten gewährleisten. Die Aussteifung erfolgt über Dach- und Wandverbände, wodurch ein stabiles, räumlich wirksames Tragwerk entsteht, das zugleich die großen stützenfreien Hallenflächen ermöglicht.


Die Fassadengestaltung der Halle ist maßgeblich durch die besonderen funktionalen Randbedingungen des Betriebs geprägt und entwickelt daraus eine eigenständige architektonische Haltung. Im Spannungsfeld zwischen technischer Robustheit und atmosphärischer Wirkung wird ein doppelschaliges Bauglassystem als prägendes Fassadenmaterial eingesetzt. Dieses ermöglicht eine widerstandsfähige, leicht zu reinigende und zugleich dauerhaft beständige Gebäudehülle, die den hohen Anforderungen durch Wrasen, Feuchtigkeit und chemische Einflüsse im Betriebsablauf standhält.
Gleichzeitig erzeugt die transluzente Qualität der Glasfassade ein differenziertes Spiel aus Licht, Tiefe und Materialität. Je nach Tages- und Wetterlage verändert sich die Erscheinung des Baukörpers zwischen homogener, fast monolithischer Wirkung und einer subtil durchscheinenden Leichtigkeit. Das Licht wird gefiltert in den Innenraum übertragen und lässt die großmaßstäblichen technischen Abläufe in einer weich gebrochenen Lichtstimmung erscheinen, wodurch die funktionale Klarheit der Halle eine unerwartete räumliche Atmosphäre erhält.
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