Mitwirkende
Badepark Berenbostel

Nach dem bereits 2013 für uns erfolgreich entschiedenen VOF-Verfahren mit anschließender 5-jähriger Unterbrechung begann für den Badepark Berenbostel 2019 endlich die Bauphase. Nach bereits 2,5 Jahren Bauzeit konnte trotz Corona das neue Bad im Sommer 2022 eröffnet werden.
Städtebaulich positioniert sich der Badepark Berenbostel als klar gefasster Baustein im Gefüge von Sport-, Freizeit- und Wohnnutzungen. Durch die präzise Setzung des Baukörpers entstehen eindeutige Raumkanten und adressbildende Platzsituationen, die Orientierung schaffen und dem Standort eine neue Identität verleihen. Wegebeziehungen werden gestärkt, Freiräume logisch gefasst und bestehende Strukturen sinnvoll ergänzt. So wirkt der Neubau nicht isoliert, sondern als integrativer Impulsgeber, der das Quartier ordnet, verdichtet und räumlich neu akzentuiert.
Das Freibad und die angrenzenden Freianlagen verstehen sich als großzügig gestaltete Landschaftszone mit fließenden Übergängen zwischen Wasser, Liegeflächen und Aufenthaltsbereichen. Weitläufige Rasenplateaus bieten Raum für Ruhe und Bewegung, während gezielt gesetzte Baumgruppen Schatten spenden und räumliche Gliederung schaffen. Sonnendecks und Terrassen vermitteln zwischen Innen- und Außenbereichen und stärken die Verzahnung von Halle und Freigelände. So entsteht ein vielfältig nutzbarer Außenraum mit hoher Aufenthaltsqualität, der den Badepark ganzjährig ergänzt und im Sommer sein volles Potenzial entfaltet.


Die äußere Gestaltung basiert auf einem präzisen Zusammenspiel aus geschlossenen und transparenten Fassadenflächen. Großzügige Verglasungen öffnen ausgewählte Zonen zum Außenraum und lassen Tageslicht tief ins Innere fließen, während fein abgestimmte Fassadenfelder dem Bau eine klare Struktur verleihen. Die Materialwahl unterstreicht die Wertigkeit des Hauses und greift atmosphärisch die besondere Nutzung auf, ohne dekorativ zu wirken.
Das Bauvolumen entwickelt sich aus der inneren Organisation heraus. Unterschiedliche Höhenstaffelungen machen die Funktionen nach außen ablesbar und gliedern die Gesamtfigur in nachvollziehbare Teile. Dadurch entsteht eine kraftvolle Silhouette mit ausgewogener Maßstäblichkeit, die sich selbstverständlich in den Kontext einfügt und dem Standort eine eigenständige architektonische Identität verleiht.
Das architektonische Konzept setzt auf eine starke Verzahnung mit dem Freibadareal. Das ansteigende Dach des Hauptbaukörpers ermöglicht die erforderliche Höhe für den Sprungturm und sorgt in Kombination mit großzügiger Verglasung für ein ganztägig belichtetes Bad, dessen Atmosphäre sich im Tagesverlauf mit dem Sonnenstand verändert.
Die großzügigen Räume werden differenziert und über Galerieebenen und eingeschobene Baukörper räumlich gegliedert. Es entstehen unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten, abwechslungsreiche Blickbeziehungen und ein vielschichtiges Raumerlebnis.



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