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Eine neue Mitte für Bildung und Bewegung.

BBS Wilhelmshaven

Wilhelmshaven
BBS Wilhelmshaven Aussenaufnahme Blick von Osten Richtung Eingang vom Schulcampus

Die BBS Wilhelmshaven resultiert aus dem Siegerbeitrag eines EU-weiten Realisierungswettbewerbs aus dem Jahr 2017. Eine besondere Herausforderung lag im heterogenen, teilweise verdeckt liegenden Gebäudebestand, der eine klare städtebauliche Ordnung erschwerte. Darauf aufbauend wurde das Konzept als präzise Neuordnung entwickelt und weiter konkretisiert. Die Fertigstellung des Schul- und Sportcampus erfolgte im Dezember 2023.

Wer? Stadt Wilhelmshaven
Was? Neubau Berufsbildende Schule mit 4-Feld-Sporthalle
Wann? 2013 - 2023
Foto Frank Aussieker

Mitwirkende

Zentrale städtebauliche Herausforderung war die geringe Präsenz der teils zurückliegenden Bestandsgebäude. Diese wurde durch die Ausbildung einer neuen Mitte gelöst, die dem Campus Orientierung und Identität verleiht. Die Neubauten fassen den Außenraum räumlich, führen Besucherinnen und Besucher gezielt ins Zentrum und stärken die Vernetzung der Anlage.

Der Campus wird durch eine abgesenkte, begrünte Mitte geprägt, in der aufgeständerte Stege die wesentlichen Wegebeziehungen sichtbar machen. Im Inneren liegt der räumliche Fokus auf den Atrien der oberen Geschosse, wodurch auch Verkehrsflächen als gut belichtete und qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche ausgebildet sind.
Das Ensemble aus Schule und Sporthalle wurde fertiggestellt und ist in Betrieb.

Das Projekt umfasst den Neubau der berufsbildenden Schule mit angeschlossener 4-Feld-Sporthalle. Die Erweiterung der Sporthallenkapazitäten ist integraler Bestandteil des umgesetzten Konzepts.

Die Sporthalle bildet gemeinsam mit dem Schulneubau einen klar gefassten Campusraum und stärkt durch ihre prägnante Positionierung die Orientierung sowie die räumliche Identität des Ensembles. Der bewusste Versatz zwischen Schule und Sporthalle schafft dabei eine ruhige, eindeutige Raumwirkung und verleiht der Halle eine starke architektonische Präsenz. Gleichzeitig ermöglicht die kompakte Bauweise einen wirtschaftlichen Umgang mit Fläche und Ressourcen.

 

Die Materialität folgt dem Anspruch eines robusten und nachhaltigen Gesamtkonzeptes. Prägend ist das hochwertige Ziegelmauerwerk, das sowohl außen als auch in den Innenbereichen eingesetzt wird und dem Gebäude eine natürliche, langlebige und zeitlose Erscheinung verleiht. Große Pfosten-Riegel-Fassaden aus Aluminium mit Dreifachverglasung sorgen für Transparenz und Tageslicht. Das Dachtragwerk der Sporthalle ist als wirtschaftliche und dauerhafte Konstruktion aus Stahl oder Stahlbeton vorgesehen. Im Innenraum ergänzen helle, widerstandsfähige Materialien wie Betonwerkstein, Linoleum und Kautschukbeläge das nachhaltige Materialkonzept; in der Sporthalle kommt ein Schwingboden zum Einsatz.