Mitwirkende
Grundschule „Auf dem Hagen“

Die Grundschule „Auf dem Hagen“ in Empelde ist als offenes, klar strukturiertes Lernhaus konzipiert. Im Zentrum steht eine großzügige, lichtdurchflutete Mitte als Identitäts- und Begegnungsraum. Architektur und Freiraum greifen selbstverständlich ineinander und schaffen ein ruhiges, zugleich lebendiges Schulensemble, das Gemeinschaft und Lernen zeitgemäß verbindet.
Die städtebauliche Setzung der Schule reagiert bewusst auf das Umfeld und stärkt die Einbindung in den Stadtteil. Durch die klare Anordnung der Baukörper entstehen gefasste Außenräume, die Schule, Freiraum und Nachbarschaft selbstverständlich miteinander verknüpfen. Der neue Schulbau bildet dabei nicht nur einen räumlichen Abschluss zum Wohngebiet, sondern schafft zugleich einen ruhigen, gut proportionierten Vorplatz als adressbildenden Auftakt.
Die Fassade folgt einer klaren, horizontal gegliederten Architektursprache mit robusten, langlebigen Materialien. Klinker, Putz- und Glasflächen sind sorgfältig aufeinander abgestimmt und verleihen dem Gebäude eine ruhige, wertige Präsenz. Differenzierte Fassadenzonen und farblich subtile Akzente unterstreichen die Funktionalität des Gebäudes und schaffen gleichzeitig eine warme, identitätsstiftende Erscheinung im städtischen Kontext.


Das Atrium bildet den räumlichen und atmosphärischen Mittelpunkt der Schule. Als grüne, offene Mitte schafft es Orientierung, Tageslicht und visuelle Bezüge über alle Geschosse hinweg und stärkt die innere Struktur des Gebäudes. Die Farbgestaltung verbindet Innen- und Außenraum über ein durchgängiges Konzept aus warmen Gelb- bis Rottönen, die eine einheitliche, identitätsstiftende Wirkung erzeugen. Im Obergeschoss unterstützen gezielt eingesetzte Farbakzente die Orientierung im Ring der Klassenräume und machen Wege intuitiv lesbar.
Mensa und Ganztagsbereich bilden eine zusammenhängende, flexibel nutzbare Zone im Erdgeschoss und sind direkt an das Foyer angebunden. Großzügige Raumbezüge und fließende Übergänge fördern Begegnung und vielfältige Nutzung im Schulalltag. Die Farbigkeit setzt sich in den Einbauten fort: Warme Gelb- bis Rottöne gliedern den Raum, schaffen Struktur und definieren Rückzugsbereiche. So entsteht trotz Offenheit eine klare Maßstäblichkeit und Orientierung. Große Verglasungen verbinden den Bereich visuell mit dem Atrium und erweitern ihn bei Bedarf in den Außenraum.


Die Sporthalle ist als eigenständiger Baukörper konzipiert und funktional klar vom Schulgebäude getrennt, zugleich jedoch direkt angebunden. Die Erschließung erfolgt über das Schulgebäude, vorbei an der Verwaltung, durch einen lichtdurchfluteten Erschließungsflur, der den Weg zur Halle räumlich aufwertet. So entsteht ein wetterunabhängiger, sicherer Zugang, während die Halle zugleich unabhängig vom Schulbetrieb genutzt werden kann – insbesondere für den Vereinssport am Abend. Trotz ihrer Eigenständigkeit bleibt sie über die Wegeführung Teil des Gesamtensembles.
Das Schulgebäude ist klar gegliedert und funktional organisiert. Im Erdgeschoss bündeln sich die gemeinschaftlichen Bereiche wie Foyer, Mensa und Ganztag zu einem offenen, kommunikativen Zentrum, während im Obergeschoss die Unterrichtsbereiche ruhig um das Atrium angeordnet sind. Ergänzende Funktionen wie Verwaltung, Fach- und Nebenräume sind sinnvoll zugeordnet und unterstützen kurze Wege sowie eine klare Orientierung. So entsteht eine ausgewogene Nutzungsstruktur aus Offenheit und Konzentration.
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