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Mehr als eine Mensa – eine neue Mitte

Mensa und Bibliothek Vechelde

Vechelde
Mens und Bibliothek Aussenaufnahme Menasgebaeude mit grosszuegiger Verglasung

Mit dem Neubau von Mensa und Bibliothek erhält das Schulzentrum Vechelde eine neue Mitte. An zentraler Stelle zwischen den Schulen entstanden Räume für Begegnung, Lernen und Austausch, die zugleich die städtebauliche Neuordnung des gesamten Campus stärken.

Wer? Landkreis Peine
Was? Neubau einer Mensa
Wann? 2005 - 2009
Wie viel? LPH 1 - 8 (KOL)
Foto Frank Aussieker

Mitwirkende

Der Neubau ist Teil einer umfassenden städtebaulichen Neuordnung des Schulareals. Durch die präzise Setzung der Baukörper werden bestehende Raumkanten aufgenommen und bislang wenig definierte Freiflächen neu geordnet. Gleichzeitig entsteht ein klar gefasster Auftakt zum Schulzentrum, der die Orientierung auf dem weitläufigen Campus verbessert und die unterschiedlichen Einrichtungen räumlich miteinander verknüpft.

Besondere Bedeutung kommt dabei den Außenanlagen zu. Zwischen Mensa, Bibliothek und den angrenzenden Schulgebäuden entwickelt sich ein großzügiger Campusplatz, der als Aufenthalts-, Verteiler- und Kommunikationsraum dient. Sitzgelegenheiten, Fahrradbügel, Baumstandorte und Grünflächen stärken die Aufenthaltsqualität und schaffen einen lebendigen Freiraum für den Schulalltag. Ergänzende Maßnahmen wie die Neuorganisation der Buserschließung, zusätzliche Stellplätze sowie die Neuordnung angrenzender Nutzungen tragen dazu bei, das gesamte Umfeld funktional und städtebaulich aufzuwerten.

Die Architektur des Neubaus lebt vom Zusammenspiel klarer Baukörper und einer reduzierten Materialpalette. Mensa und Bibliothek werden als eigenständige Volumen ausgebildet, deren prägnante Erscheinung durch gelbe Verblendmauerwerksflächen geprägt wird. Großzügige Verglasungen und leichte Fassadenbekleidungen aus Faserzement setzen dazu einen bewussten Kontrast und verleihen den Gebäuden Transparenz und Leichtigkeit.

Besonderes Merkmal der Fassadengestaltung ist die Durchlässigkeit der Baukörper. Die offenen Blickbeziehungen durch Mensa und Bibliothek lassen die Glasflächen je nach Perspektive weniger als geschlossene Fassaden, sondern vielmehr als Teil eines räumlichen Kontinuums erscheinen. Einzelne farbige Glaselemente setzen subtile Akzente und verleihen den Fassaden zusätzliche Tiefe.