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BBS Wilhelmshaven Erweiterungsneubau

Aus der gezielten Neuordnung von Bestands- und Neubauten entsteht ein klar strukturierter Campus, der eine neue räumliche Mitte ausbildet und die einzelnen Funktionen selbstverständlich miteinander verbindet. Durch prägnant gesetzte Baukörper, eine eindeutige Erschließungsachse und großzügige Freiräume wird ein offenes, gut lesbares Ensemble geschaffen, das Orientierung bietet und gleichzeitig Aufenthaltsqualität im Alltag stärkt.
Planerteam
Städtebau und Freiraum
Die städtebauliche Struktur entwickelt eine klare räumliche Ordnung, in der Gebäude und Freiräume präzise aufeinander bezogen sind und ein zusammenhängendes Ensemble bilden. Durch die bewusste Setzung der Baukörper entstehen gefasste Raumkanten, die dem Campus eine eindeutige Mitte und gute Orientierung verleihen.
Die Freianlagen ergänzen diese Struktur als verbindendes Element. Großzügige, helle Flächen organisieren die Erschließung und schaffen ein einheitliches, gut lesbares Raumkontinuum. Eine zentrale Grünzone bildet den ruhigen Gegenpol zur klaren Geometrie der Bebauung und verleiht dem Gesamtgefüge eine hohe Aufenthaltsqualität.

Im Ideenteil wird eine mögliche 4-Feld-Sporthalle als perspektivische Erweiterung vorgesehen. Sie ergänzt die südliche Raumkante, bündelt die Sportnutzungen und fügt sich über die bestehende Erschließung selbstverständlich in die Campusstruktur ein, ohne deren klare städtebauliche Ordnung zu verändern.


Architektur
Die architektonische Ausformulierung folgt einer konsequenten Ableitung aus Funktion, Nutzung und Maßstab der Anlage. Klare, kompakte Baukörper mit präzise gesetzten Öffnungen und strukturierten Fassadenfeldern bestimmen den Ausdruck und verleihen dem Ensemble eine ruhige, robuste Präsenz. Die Architektur verzichtet auf additive Gesten und entwickelt ihre Wirkung aus Proportion, Materialität und Fügung.
Konstruktiv basiert das Gebäude auf einem wirtschaftlichen, langlebigen System aus tragenden Massiv- und Stahlstrukturen, das große Spannweiten und flexible Nutzungsbereiche ermöglicht. Die differenzierte Kombination von Stahlbeton- und Stahlbauelementen gewährleistet eine hohe Tragfähigkeit bei gleichzeitiger Offenheit der Grundrisse. Fassaden- und Dachsysteme sind eng mit der Konstruktion verzahnt und folgen der Logik des Tragwerks, wodurch eine klare tektonische Lesbarkeit entsteht. Materialwahl und Fügung unterstützen dabei den Anspruch an Robustheit, Wartungsfreundlichkeit und dauerhafte Nutzbarkeit.




