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Bestehendes stärken. Zukunft bauen. Schule neu denken.

Hermann-Löns-Schule

Platz 3

,

Grußendorf Gemeinde Sassenburg
Hermann Loens Schule Perspektive

In Grußendorf wird die bestehende Schulanlage zukunftsfähig weiterentwickelt. Der Entwurf erweitert die Hermann-Löns-Schule funktional, ordnet sie städtebaulich neu und führt Bestand sowie Ergänzungen zu einem klar ablesbaren Ensemble zusammen. Präzise gesetzte Neubauten, eine gestärkte Adresse zur Straße und qualitätsvoll gestaltete Freiräume schaffen einen identitätsstiftenden Lernort für eine zeitgemäße Grundschule im Ganztagsbetrieb.

Wer? Gemeinde Sassenburg
Was? Architektenwettbewerb "Zwei Grundschulen"
Wann? 2025

Mitwirkende

Planerteam

ELBBERG / Stadt Landschaft
WP Ingenieure
Ingenieurgesellschaft Grabe

Städtebau und Freiraum

Die Erweiterung der Hermann-Löns-Schule ordnet das bislang heterogene Ensemble städtebaulich neu und stärkt seine Präsenz im Ortsgefüge von Grußendorf. Durch gezielt gesetzte Ergänzungsbauten entsteht eine klare Adressbildung an der Steingartenstraße mit einem neu gestalteten Vorplatz als Ankommens- und Verteilerzone. Die Neuorganisation der Stellplätze sowie differenzierte Belagswechsel schaffen eine verkehrsberuhigte, gut strukturierte Vorzone.

Das Freiraumkonzept entwickelt die bestehenden Qualitäten behutsam weiter und gliedert den Schulhof in thematisch zonierte Bereiche für Bewegung, Aufenthalt und naturnahes Lernen. Geschwungene Wege vernetzen Spiel- und Gartenflächen miteinander und binden den neuen Schulgarten in den vorhandenen Baumbestand ein. Lernkammern, Fassadenbegrünungen und eine vielfältige Bepflanzung stärken die ökologische Qualität und verankern die Schule als grünen, identitätsstiftenden Ort im Quartier.

Architektur

Die architektonische Konzeption entwickelt den Bestand zu einem klar gefassten Ensemble weiter und verbindet unterschiedliche Gebäudetypologien zu einer ruhigen, stimmigen Gesamtfigur. Ergänzende Baukörper definieren präzise Kanten und Proportionen und schaffen eine ausgewogene Balance zwischen Alt und Neu.

Im Inneren sorgt ein neu formuliertes Zentrum für räumliche Klarheit und bessere Orientierung. Gemeinschaftliche Funktionen werden gebündelt, Sichtbeziehungen und gezielte Öffnungen stärken das offene, kommunikative Raumgefüge. Kurze Wege und eine logisch strukturierte Erschließung unterstützen einen effizienten Schulalltag.

Ergänzend prägt ein konsequent nachhaltiges Material- und Energiekonzept die architektonische Haltung. Die Erweiterungen werden als modulare Holz-Hybridkonstruktionen aus regionalem Holz realisiert und folgen dem Prinzip der Materialechtheit: Tragende Holzelemente bleiben sichtbar und erzeugen eine warme, natürliche Atmosphäre. Die vorgehängte, hinterlüftete Holzfassade wird durch Fassadenbegrünungen ergänzt, während integrierte Verschattung und natürliche Lüftung ein behagliches Raumklima unterstützen. Im Innenraum kommen langlebige, kreislauffähige Materialien wie Kautschukböden zum Einsatz. Photovoltaikmodule und extensiv begrünte Retentionsdächer reduzieren den Energiebedarf, verbessern das Mikroklima und leisten einen aktiven Beitrag zu einer ressourcenschonenden, klimaangepassten Bauweise.