,
Sport- und Freizeitbad Gifhorn

Am Übergang zwischen Stadt und Natur entsteht ein prägnantes Hallen- und Freibad, das den Ortsrand klar definiert und den bestehenden Grünraum architektonisch weiterführt. Die geschwungene Formensprache schafft eine unverwechselbare Silhouette mit hoher Fernwirkung und einladendem Charakter. Innen wie außen verbindet das Konzept lichtdurchflutete Badebereiche, klare Strukturen und eine funktionale Organisation zu einem ganzheitlichen Nutzungserlebnis.
Städtebau und Freiraum
Der Entwurf formuliert einen klaren Abschluss des Stadtraums zur Aue und stärkt zugleich die Verzahnung mit dem Landschaftsraum. Der nördliche Grünsaum wird aufgenommen und als zusammenhängende Freiraumstruktur weitergeführt, während die präzise gesetzte Baufigur die räumliche Spannung zwischen gebauter Kante und offener Natur bewusst inszeniert. Die Organisation der Erschließung bündelt den ruhenden Verkehr in einer klar gefassten Anlage und hält den Vorbereich weitgehend autofrei – ein großzügiger, adressbildender Platz entsteht, der das Ensemble selbstverständlich erschließt.
Die Freianlagen knüpfen an diese Ordnung an. Großzügige Grünflächen rahmen den Vorplatz weich und leiten in den Naturraum über, während klare Wegebeziehungen eine intuitive Orientierung ermöglichen. Das Freibad ist selbstverständlich in diese Struktur eingebunden und nutzt die vorhandenen Qualitäten weiter, ergänzt durch gezielte Eingriffe, die Nutzung und Aufenthaltsqualität stärken. Der Zugang zwischen den Becken wird als prägnante Schnittstelle ausgebildet und verbindet funktionale Abläufe mit einer klaren räumlichen Setzung, die dem Außenbereich eine eigenständige Identität verleiht.

Der Entwurf ist von Beginn an so angelegt, dass zukünftige Erweiterungen wie Sauna- oder Fitnessangebote problemlos integriert werden können. Die städtebauliche und funktionale Struktur bleibt dabei flexibel und ermöglicht eine Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts ohne Verlust der klaren Ordnung.


Architektur
Der Gebäudekörper ist als klar gegliederte Struktur organisiert, die funktionale Abläufe logisch ordnet und kurze Wege zwischen allen Nutzungsbereichen ermöglicht. Die zweigeschossige Ausbildung der Badehalle schafft großzügige Raumzusammenhänge mit hoher Aufenthaltsqualität und erlaubt eine differenzierte Zonierung der unterschiedlichen Badeangebote innerhalb eines zusammenhängenden Raumsystems. Großzügige Verglasungen sorgen für eine starke Tageslichtnutzung und stellen eine direkte visuelle Verbindung zwischen Innen- und Außenraum her.


Die geschwungene Dachform prägt nicht nur die äußere Erscheinung, sondern trägt wesentlich zur räumlichen Qualität im Inneren bei, indem sie vielfältige Raumhöhen und Blickbeziehungen erzeugt. Ergänzende Einbauten und raumbildende Elemente strukturieren die Hallenbereiche, ohne deren Offenheit zu beeinträchtigen, und ermöglichen eine flexible Nutzung für unterschiedliche Nutzergruppen. Die Anordnung der Funktionsbereiche unterstützt einen reibungslosen Betrieb sowohl im Sommer- als auch im Wintermodus und gewährleistet eine wirtschaftliche und personaloptimierte Organisation des Badebetriebs.


