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Ein Bad, das Natur und Wasser verbindet.

„Zukunft der Bäderlandschaft“

Platz 4

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Schwelm
Zukunft Baederlandschaft Schwelm Innenperspektive

Wie ein weißer Dampfer im Grün liegt das neue Bad eingebettet in die hügelige Landschaft und verbindet Architektur, Wasser und Natur zu einem einzigartigen Erlebnisraum. Zwischen Talaue, Liegewiesen und Badeplatte entsteht ein fließendes Ensemble, das Innen und Außen selbstverständlich verknüpft. Ein Ort für Erholung, Bewegung und Weitblick – Urlaub vom Alltag zu jeder Jahreszeit.

Wer? Stadt Schwelm
Was? Hochbaulicher Realisierungswettbewerb
Wann? 2022

Mitwirkende

Planerteam

GrünPlan Landschaftsarchitekten
Wolff + Partner GmbH

Städtebau und Freiraum

Der Neubau fasst den Naturraum am nördlichen Rand neu und ordnet die unterschiedlichen Geländestufen zu einem klar lesbaren Gesamtgefüge. Auf mittlerer Höhe positioniert, vermittelt das Gebäude zwischen Straßenniveau, Badeebene und der wiederhergestellten Talaue. So entsteht erstmals ein räumlicher Zusammenhang, der Blickbeziehungen über alle Ebenen hinweg ermöglicht und die Topographie bewusst inszeniert.

Der großzügige Vorplatz bildet eine klare Adresse und gewährleistet auch bei hohem Besucheraufkommen reibungslose Abläufe. Eine Brücke führt schonend über das abgesenkte Geländeniveau zum Eingang und bewahrt dabei den wertvollen Baumbestand. Die entstehende Grünzone integriert Regenrückhaltung und stärkt die landschaftliche Einbindung.

Im Talraum wird durch den Rückbau versiegelter Flächen und die Freilegung der Schwelme eine naturnahe Auenlandschaft entwickelt. Mehrfach überbrückt und als Wasserspiel erlebbar, gewinnt der Freiraum ökologische wie atmosphärische Qualität. Ergänzende Angebote wie Sport- und Liegewiesen sowie die topographisch eingebundene Breitrutsche nutzen das Gelände selbstverständlich und schaffen vielfältige Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche im Dialog mit der Landschaft.

Architektur

Die Architektur entwickelt sich aus einer klaren, kraftvollen Idee: ein prägnanter Baukörper, der sich selbstverständlich aus der Topographie formt und zugleich ein eigenständiges Zeichen setzt. Die skulpturale Erscheinung wird durch die horizontale Gliederung und den markanten Glasmäander geprägt, der Innen- und Außenräume räumlich miteinander verwebt. Transparenz, Blickbezüge und fließende Übergänge schaffen eine lebendige Raumdramaturgie, in der Wasser, Landschaft und Bewegung stets präsent bleiben.

Im Inneren bestimmen Großzügigkeit und Übersichtlichkeit die Atmosphäre. Unterschiedliche Bade- und Aufenthaltsbereiche sind funktional klar zoniert, bleiben jedoch visuell miteinander verbunden. Galerieebenen, Treppenräume und Sichtachsen ins Tal erzeugen räumliche Tiefe und ein vielschichtiges Erleben. Die Architektur nutzt dabei gezielt die Geländestufen, um besondere Perspektiven und Aufenthaltsqualitäten zu schaffen.

Robuste, langlebige Materialien, eine wartungsarme Gebäudehülle und eine extensive Dachbegrünung sichern Dauerhaftigkeit und Ressourcenschonung. Die kompakte Organisation, die Nutzung der natürlichen Geländesituation sowie die optimierte Orientierung des Baukörpers tragen zusätzlich zu einem wirtschaftlichen und energieeffizienten Betrieb bei. So verbindet das Gebäude gestalterische Eigenständigkeit mit verantwortungsbewusstem Handeln.