Mitwirkende
fresh – Freisinger Erlebnis Schwimmbad

Das Projekt entstand aus einem europaweiten Wettbewerbsgewinn im Jahr 2013 und umfasst die Neugestaltung des Freibades, den Neubau eines Hallenbades mit Saunalandschaft sowie ein Parkhaus. Die markante Architektur verbindet Schallschutz und Gestaltung, indem der mäanderförmige Baukörper das Freibad räumlich fasst und gleichzeitig als Schallschutz dient. Fertiggestellt wurde das Projekt 2019 nach rund drei Jahren Bauzeit.
Der Baukörper ist städtebaulich klar gefasst und reagiert präzise auf seine Umgebung, indem er eine eindeutige Raumkante bildet und gleichzeitig gezielt Öffnungen zum Freibad hin schafft. So entsteht eine starke stadträumliche Setzung, die Orientierung gibt und den Ort strukturiert.
Besonderes prägendes Element ist die Dachform: Ein großzügig schwebendes, horizontales Dach überspannt die Badeplatte und verleiht dem Ensemble eine ruhige, weitspannende Geste. In Kontrast dazu stehen die niedrigeren, funktional geordneten Baukörper, die sich unter dem Dach einfügen und die Nutzung klar gliedern. Diese klare Differenzierung von Dach und Basis erzeugt eine lesbare, moderne Architektursprache.



Der Freiraum entwickelt sich als klar strukturierte, landschaftlich geprägte Erweiterung der Badeanlage und verknüpft Innen- und Außenbereiche zu einer durchgängigen Erlebnislandschaft. Wasserflächen, Liegezonen und Wege sind selbstverständlich miteinander verwoben und schaffen abwechslungsreiche Aufenthaltsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität. Der Saunagarten bildet dabei einen ruhigeren, stärker introvertierten Gegenpol zum lebendigen Badebereich und bietet Rückzugsorte mit Blickbezügen in die umgebende Landschaft.
Die Saunalandschaft selbst ist als atmosphärischer Rückzugsraum konzipiert, der sich um ein zentrales Tauchbecken organisiert. Durch die Staffelung von Innen- und Außenbereichen, Terrassen und thematischen Saunakörpern entsteht eine vielfältige, aber harmonische Raumfolge. Naturmaterialien, Wasser und Vegetation prägen die ruhige, entspannende Atmosphäre und verbinden die einzelnen Bereiche zu einem stimmigen Gesamtgefüge.
Die innere räumliche Struktur folgt einem klar gegliederten, funktional organisierten Aufbau mit einer deutlichen Trennung und zugleich fließenden Verbindung der einzelnen Nutzungsbereiche. Die Badeplatte bildet das zentrale räumliche Rückgrat, an das sich die verschiedenen Becken- und Funktionsbereiche linear und gut ablesbar anlagern. Durch Glastrennwände entstehen transparente Übergänge, die Orientierung schaffen und gleichzeitig akustische sowie funktionale Zonierungen ermöglichen. Überlagernde Ebenen wie Galerie- und Ruhebereiche ergänzen die Grundstruktur und erzeugen räumliche Vielfalt sowie unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten.



Die Materialität unterstützt diesen klaren architektonischen Ansatz durch eine reduzierte, hochwertige und langlebige Gestaltung. Holz prägt als warmes, akustisch wirksames Material die Innenräume und schafft eine natürliche, atmosphärische Grundstimmung. Ergänzt wird es durch helle, robuste Oberflächen und metallische Elemente, die dem Gebäude eine moderne, technische Präzision verleihen. Das Zusammenspiel aus Holz, Glas, Metall und Wasser erzeugt eine ruhige, zeitlose Innenarchitektur mit hoher Aufenthaltsqualität und klarer gestalterischer Identität.
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