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Architektur in Bewegung – Landschaft als Raum

Neubau Sport- und Freizeitbad Freising

Platz 1

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Freising
Neubau Sport und Freizeitbad Freising Aussenperspektive Blick zur Freibadaufsicht

Der Entwurf entwickelt eine landschaftlich geprägte Badeanlage, in der Architektur und Topografie zu einer fließenden Gesamtfigur verschmelzen. Hallenbad, Freibad und Parkhaus sind in eine modellierte Geländestruktur eingebettet, die Funktion, Schallschutz und Freiraumgestaltung selbstverständlich integriert und Innen- und Außenräume zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum verbindet.

Wer? Stadtwerke Freising
Was? Architektenwettbewerb
Wann? 2013

Mitwirkende

Planerteam

GrünPlan Landschaftsarchitekten
Ingenieurgesellschaft Bannert
Janßen Energieplanung

Städtebau und Freiraum

Der Entwurf setzt auf eine präzise Verzahnung von städtebaulicher Setzung und landschaftlicher Gestaltung. Die Baukörper ordnen sich den vorhandenen Richtungen und Raumkanten unter und bilden klare Übergänge zwischen urbanem Umfeld und landschaftlichem Freiraum. Dadurch entsteht eine selbstverständliche Einbindung in die Umgebung, die gleichzeitig neue räumliche Bezüge und Blickbeziehungen eröffnet.

Die Landschaft übernimmt dabei eine strukturierende Rolle: Sie modelliert den Raum, gliedert Funktionsbereiche und schafft verbindende Bewegungs- und Aufenthaltszonen. Unterschiedliche Nutzungen werden nicht voneinander getrennt, sondern über topografische Übergänge und grüne Räume miteinander verknüpft. So entsteht ein vielschichtiges Gefüge aus Stadt, Gebäude und Landschaft, das den Ort neu interpretiert und räumlich aufwertet.

Architektur

Die Architektur folgt einer klaren, kompakten Setzung, die die unterschiedlichen Nutzungen in einer prägnanten Gebäudefigur zusammenfasst und zugleich vielfältige räumliche Situationen im Inneren ermöglicht. Großzügige Spannweiten, gezielte Öffnungen und differenzierte Höhenentwicklungen erzeugen eine Abfolge von Raumstimmungen zwischen Weite, Intimität und visueller Durchlässigkeit.

Die Innenräume sind stark auf Blickbeziehungen und räumliche Überlagerungen ausgerichtet, wodurch sich ein kontinuierlicher Dialog zwischen den einzelnen Funktionsbereichen ergibt. Lichtführung und Transparenz spielen dabei eine zentrale Rolle und unterstützen die atmosphärische Qualität der Bade- und Aufenthaltsbereiche.

Materialseitig prägt ein bewusst kontrastierendes Konzept den Entwurf: robuste, helle Metalloberflächen bilden die äußere Hülle, während warme Holzoberflächen und dunklere, mineralische Elemente im Inneren und in Teilbereichen für haptische Tiefe sorgen. So entsteht eine klare, langlebige und zugleich sinnlich erfahrbare architektonische Gesamtwirkung.