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Marie-Curie-Schule KGS Ronnenberg Standort Empelde

Der Entwurf schafft in einer überformten, gewachsenen Schulanlage wieder klare Struktur und Orientierung. Ein zentraler Neubaukörper bildet dabei das neue räumliche Zentrum und ordnet die heterogenen Bestandsstrukturen über eine prägnante Magistrale neu. Ergänzt durch klar gegliederte Freiräume, einen grünen Atriumkern und eine wirtschaftliche, im laufenden Betrieb realisierbare Umsetzung entsteht ein robustes Gesamtkonzept mit hoher funktionaler und räumlicher Klarheit.
Planerteam
Städtebau und Freiraum
Der Entwurf nutzt den Neubaukörper als klärendes städtebauliches Element innerhalb eines bislang unübersichtlichen und fragmentierten Schulgefüges. Durch seine zentrale Setzung entsteht erstmals eine eindeutige räumliche Mitte, die die bestehenden Gebäude zu einem zusammenhängenden Schulcampus verknüpft und die Orientierung im Gesamtareal wesentlich verbessert. Die neue Hauptadressierung stärkt die Wahrnehmbarkeit der Schule und ordnet die bislang diffusen Zugänge in eine klare Eingangssituation.
Die Freiräume werden als Abfolge klar differenzierter Außenräume entwickelt, die dem Schulalltag vielfältige Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten bieten. Der zentrale Pausenhof bildet dabei den robusten Bewegungsraum, während westlich und östlich ruhige Gartenbereiche sowie naturbezogene Lern- und Erlebnisräume angeordnet sind. Ergänzende Rückzugsorte für Schüler und Lehrkräfte erweitern das Spektrum und schaffen geschützte Zonen innerhalb der Anlage.
Die neue Erschließungsfigur vernetzt die angrenzenden Schul- und Sportbereiche zu einem übergeordneten Bildungs- und Freiraumgefüge. Durch die Neuordnung von Parkierung, Wegen und Querbezügen werden bislang trennende Strukturen aufgelöst und in ein zusammenhängendes, klar lesbares Freiraumsystem überführt, das den Campus als Ganzes erlebbar macht.



Architektur
Der Neubau setzt auf eine klare, kompakte Struktur mit hoher funktionaler Lesbarkeit und einer zentralen räumlichen Organisation um das Atrium als Herz des Hauses. Großzügige Sichtbezüge, Lichtführung und offene Raumbeziehungen prägen die innere Atmosphäre und unterstützen flexible Nutzungsformen im Schulalltag.
Die Materialität kombiniert robuste Klinkerflächen mit hellen, ruhigen Innenoberflächen und gezielt eingesetzten Glas- und Farbelementen. So entsteht ein langlebiges, wartungsarmes und zugleich freundliches Gebäude mit hoher Aufenthaltsqualität.

Nachhaltigkeit zeigt sich in der kompakten Bauform, der Nutzung des Atriums als thermischem Puffer sowie in einem energieeffizienten Gesamtkonzept mit hoher Tageslichtausbeute, natürlicher Lüftung und reduzierten Betriebsaufwendungen.



